Termine

Sep
17
Di
Wie käuflich ist Marburg? @ Café Trauma (BaariBar)
Sep 17 um 19:00 – 21:00

Bereits im Jahr 2016 erschien unter dem Titel „Die gekaufte Stadt? – Der Fall Marburg“ ein viel beachtetes Buch über die DVAG und ihre Verflechtungen in die Marburger Stadtpolitik. Die taz brachte es auf den Punkt: „Ein Mann kauft eine Stadt“

Die Mitherausgeber Prof. Frank Deppe, Jan Schalauske und die Stadtverordnete Renate Bastian werden in Lesung und Diskussion die Aktualität dieses Buches unter Beweis stellen.

Gastgeber: Bündnis Afföller retten

Nov
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Di
Globaler Antisemitismus: Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne @ Jüdische Gemeinde Marburg
Nov 19 um 19:30 – 21:00

Globaler Antisemitismus – Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne

Politische Reihe: Vortrags- und Diskussionsabend
Termin: Dienstag 19. November 2019, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Dr. Samuel Salzborn, Berlin/Gießen
Moderation: Jochen Schmidt, hr
Ort: Synagoge, Liebigstraße 21a

Seit den islamistischen Terroranschlägen von 9/11 ist weltweit eine Ausweitung und Radikalisierung von Antisemitismus festzustellen – jenseits alter Abgrenzungen zwischen den politischen Spektren. Antisemitismus ist zur globalen Integrationsideologie von Islamisten, Neonazis, Globalisierungsfeinden und Antiimperialisten geworden. Deren Hauptfeindbild heute: Israel. Samuel Salzborn analysiert diese Entwicklung, ihre historischen und theoretischen Hintergründe und plädiert für einen neuen Universalismus, der zur Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Antisemitismus weltweit werden kann.

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Gastprofessor für Antisemitismusforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und apl. Professor für Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Senior Fellow am Centre for Analysis of the Radical Right (CARR). Geb. 1977 in Hannover, Studium der Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft (Uni Hannover), Promotion (Uni Köln) und Habilitation (Uni Gießen) in Politikwissenschaft.
Leiter einer Nachwuchsforschungsgruppe zum NSU-Prozess (gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung) und eines Forschungsprojektes zur „Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands im Nationalsozialismus“ (gefördert von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung).
Im Dezember 2015 ausgezeichnet mit dem Preis der Stiftungsrates der Uni Göttingen in der Kategorie „Wissenschaft und Öffentlichkeit“ für den „vorbildlichen Transfer aktueller wissenschaftlicher Themen in eine breite Öffentlichkeit“.

Dez
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Mi
Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus @ Jüdische Gemeinde Marburg
Dez 4 um 19:30 – 21:00

Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus – Erkenntnisse aus den neueren Forschungen zum Antisemitismus im Alltag und in den Institutionen

Politische Reihe: Vortrags- und Diskussionsabend
Termin: Mittwoch 4. Dezember 2019, 19:30 Uhr
Referentin: Prof. Dr. Julia Bernstein, Frankfurt
Moderation: Jochen Schmidt, hr
Ort: Synagoge, Liebigstraße 21a

Im Vortrag von Prof. Dr. Julia Bernstein werden die Befunde aus den neueren Forschungen im Bereich Antisemitismus präsentiert. Besonderer Wert wird auf die Perspektiven der Betroffenen auf Antisemitismus im Alltag und im schulischen Bereich gelegt. Darüber hinaus werden die ersten Erkenntnisse in Bezug auf die Rezeption des Antisemitismus bei den Lehrkräften im Schulsystem dargestellt und interpretiert. Folgende Fragen werden unter anderem im Vortrag behandelt: Wie kommt es, dass 74 Jahre nach dem Holocaust das Schimpfwort „Du Jude“ das am meisten verbreitete Schimpfwort auf dem deutschen Schulhof geworden? Wie schlimm ist das Problem und aus welchen Komponenten besteht es? Wie wird Rassismus gegen Antisemitismus ausgespielt? Welche Stereotypen sind importiert und welche hausgemacht? Was ist der Unterschied zwischen einer legitimen Kritik an israelischem Regierungshandeln und Antisemitismus?

Prof. Dr. Julia Bernstein ist Professorin für soziale Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen im Fach Soziale Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeiten und Rassismen in den Institutionen, visuellen Medien und im Alltag, Migrationsprozesse durch Transnationalisierungsperspektiven, Interkulturalitätsfragen, Migrationsprozess russischsprachiger Juden in Israel und Deutschland, Jüdische Identität im gesellschaftlichen Wandel, Stereotypisierungs- und Ethnisierungsprozesse. In ihrer Arbeit kombiniert sie qualitative Forschungsmethoden (Ethnographie und Biographieforschung) mit alternativen Kunstmedien.