Termine

Aug
15
Sa
Kundgebung: Gesundheit vor Profit! Solidarität mit den Beschäftigten am UKGM @ Kirchenplatz Gießen
Aug 15 um 13:00 – 15:00

Kundgebung: #GesundheitStattProfite!

(Bitte achtet auf aktuelle Ankündigungen: Aufgrund der Corona-Lage kann es zu kurzfristigen Ortsänderungen kommen)

Gemeinsamer Zugtreffpunkt aus Marburg: 11:30 Hauptbahnhof

Mangel an Intensivbetten, Schutzkleidung und Personal, Einführung des 12-Stunden-Tages in „systemrelevanten Berufen“, Abschaffung der Personaluntergrenzen –
in Zeiten der Corona-Krise treten die Schwächen unseres Gesundheitssystems noch deutlicher zutage und unsere Pflegekräfte werden mit weiteren Angriffen auf ihre Arbeitsbedingungen konfrontiert.

Seit Einführung der „Fallpauschalen“ im Jahr 2004 und der zunehmenden Privatisierung unserer Kliniken verwandelt sich unser Gesundheitswesen in ein System in dem Profite vor Menschenleben gestellt werden.

Vielen Menschen ist der alarmierende Zustand unseres Gesundheitssystems bewusst und sie zeigen ihre Anerkennung für die Arbeit, die die Klinikbeschäftigten gerade in der jetzigen Krise leisten. Wir sagen: Das ist schön, reicht aber nicht!

2006 wurden die Unikliniken in Gießen und Marburg privatisiert und an die Rhön-Klinikum AG verkauft. Seitdem ist die Qualität der Behandlung und Versorgung dramatisch eingebrochen und auch die Arbeitsbedingungen sind viel schlechter geworden. Nun wurde das UKGM an den Monopolkonzern Asklepios weiterverkauft wird. Asklepios ist dafür bekannt, Abteilungen zu schließen, die nicht genug Profit abwerfen und das Personal so weit zu reduzieren, wie es nur geht – trotz schon lange bekanntem Personalmangel in der Pflege. Weder die Rhön-Klinikum AG, noch Asklepios schaffen ein gutes Gesundheitssystem.

Zusammen mit den Beschäftigten und dem Aktionsbündnis „Gemeinsam für unser Klinikum“ kämpfen wir deshalb dafür, dass das UKGM wieder in öffentliche Hand kommt!

Keine Profite mit der Gesundheit! Wir fordern:

-Abschaffung von Fallpauschalen, Konkurrenz und Profitprinzip
-keine Privatisierung und Ökonomisierung von Krankenhäusern
-demokratische Kontrolle des Gesundheitswesens

Aug
16
So
Gathering: Nehmt euch die Stadt zurück! @ Afföllerwiesen
Aug 16 um 16:00 – 22:00

Nehmt euch die Stadt zurück!
Wir sind wütend!

📆 Sonntag, 16.08.2020
⏲️ 16 – 22 Uhr
🌍 Afföllerwiesen

Wir sind wütend über die Vielzahl an sexuellen Übergriffen in Marburg. Es ist nicht auszuhalten, täglich neue Nachrichten über übergriffige Typen lesen zu müssen. Doch niemals drückt es aus was die Betroffenen erlebt haben. Die patriarchalen Strukturen in diesem fehlerhaften System geben Tätern die Macht, andere Menschen (überwiegend FLINT*s – Frauen, Lesben, Inter, Nicht-Binäre und Trans* Menschen), durch grenzüberschreitende Handlungen dieser Art zu erniedrigen und das bleibt in der Regel ungeahndet.

Was wir brauchen, ist eine solidarische Gemeinschaft ohne Hierarchien. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der sich der Typ, der uns übergeht, unsicher und klein fühlt, und nicht umgekehrt. Wir kämpfen dafür, dass Männer, die Gesellschaft und dieser Staat aufhören Frauen als Objekte zu betrachten. Wir kämpfen dafür, dass das Erlebte gehört und ernst genommen wird!

Leider sind die Strukturen, wie sie sind und der Handlungsspielraum für FLINT*s bleibt eng. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir uns den Raum, den Täter uns absprechen, aneignen. Das funktioniert nur über solidarische Strukturen, die wir gemeinsam untereinander aufbauen. Dafür braucht es Austausch und Vernetzung – Dazu laden wir euch ein! Verbringt gemeinsam mit uns einen empowernden Nachmittag/Abend.

Sonntag 16.08.2020 auf den Afföllerwiesen

Programm:

16-18 Uhr Workshops (“Kickboxen für Einsteiger*innen” und “Zines gestalten”) (FLINT*s only)
gleichzeitig wird es es einen Place zum Kreativwerden geben (Patches gestalten) (FLINT*s only)

18-20 Uhr Guschtiguschti legt auf (19 Uhr), ihr habt Zeit zum Austauschen, Quatschen und Vernetzen bei Kaltgetränken (FLINT*s only)

20:30 Uhr Film “Frauen bildet Banden” (open for all genders)

Wir sind wütend!

Wir bitten euch, um die Einhaltung der Hygienestandards, Abstandsregeln sowie das Tragen von Masken bei den Workshops. Bringt gerne eigene Decken zum Sitzen und Chillen mit. Wir bitten euch, um die Einhaltung der Hygienestandards, Abstandsregeln sowie das Tragen von Masken bei den Workshops.

Veranstalter*innen: Gruppe Dissident (IL Marburg)

Aug
22
Sa
Demo: Sechs Monate nach dem 19. Februar: Erinnerung – Gerechtigkeit – Aufklärung – Konsequenzen! @ Hanau
Aug 22 um 13:00

Am 19. August wird es sechs Monate her sein, dass ein Rassist mit seinen tödlichen Schüssen unsere Herzen gebrochen und unsere Leben, unsere Familien und unsere Stadt zerrüttet hat. Wir alle werden niemals so leben wie zuvor und nichts und niemand kann wiedergutmachen, was geschehen ist. Niemand kann Ferhat, Fatih, Gökhan, Kaloyan, Mercedes, Vili, Nesar, Hamza und Sedat ins Leben zurückrufen.

Wir, die Angehörigen der Opfer; die Überlebenden und Betroffenen; das Institut für Toleranz und Zivilcourage – 19. Februar Hanau e.V. und die Initiative 19. Februar Hanau rufen gemeinsam zur Demonstration und zum Gedenken auf: In Hanau am 22.8.2020, dem Samstag nach dem 19. August.

Wir erfahren nach und nach, was vor dem 19. Februar passierte, welche Warnungen nicht ernst genommen wurden und dass viele Polizisten – vor allem in Kesselstadt – seit Jahren lieber unsere Kinder und Freunde schikanieren, statt ihrer Pflicht nachzukommen, Nazis die Waffen wegzunehmen und für die Sicherheit für jeden zu sorgen. Ja, wir erfahren, dass sich hier niemand um den Schutz von jungen Menschen sorgt, die eine Migrationsgeschichte haben.

Wir recherchieren und ermitteln selbst. Jeden Tag. Wir rekonstruieren nicht nur die Tatnacht, sondern auch die Jahre davor und finden immer mehr behördliches Versagen. Offene Fragen werden nicht beantwortet und wir erleben die blinden Flecken im sogenannten sozialen Rechtsstaat.

Wir kämpfen seit jenem Tag. Und wir werden nicht aufhören. Denn in den letzten 5 Monaten wurde viel versprochen und wenig geliefert. Wir lassen uns nicht stumm stellen und wir geben uns mit Beileidsbekundungen und warmen Worten nicht zufrieden. Der Rassismus ist nicht verschwunden, nur weil Politiker dieses Mal das Problem nicht mit Schweigen, sondern mit Reden unter den Teppich gekehrt haben.

Unsere Frage an die Politik und die Behörden: Worauf wartet ihr eigentlich, wenn nicht auf den nächsten Anschlag?

Heutzutage ist es bereits ein Erfolg, dass die Tat als das anerkannt wird, was sie war: Purer Rassismus. Kein verwirrter Einzeltäter. Wie viele Hinterbliebene mussten selbst Jahrzehnte um diese Benennung kämpfen! Doch das reicht uns nicht. Wir wollen Taten sehen. Wir wollen, dass Hanau keine Station von vielen ist, sondern die Endstation. Wir sagen ein halbes Jahr danach: Es muss sich endlich nicht nur etwas, sondern vieles in diesem Land ändern.

Wir fordern eine lückenlose Aufklärung der Tat des 19. Februar 2020.

Warum wurden diese Morde nicht verhindert? Wir fordern Antworten auf unsere Fragen und dass diejenigen Beamten, die nicht nur in der Tatnacht, sondern all die Jahre davor bereits versagt und die Warnsignale ignoriert haben, beim Namen genannt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Wir fordern politische Konsequenzen.

Die Verschärfung des Waffengesetzes ändert nichts, wenn es immer noch Beamte gibt, die ihrem Job nicht nachkommen und Rassisten die Waffenscheine ausstellen. Wir fordern eine Entnazifizierung des Bundestags, der Behörden und Institutionen und die Entwaffnung aller Rassisten in diesem Land.

Wir fordern den Rücktritt des Hessischen Innenministers Beuth, dem das Versagen der Behörden vor, während und nach dem 19. Februar 2020 bewusst und bekannt war, und der es bis heute immer noch schön redet.

Wir fordern den Rücktritt aller Verantwortlichen, die lebensbedrohliche Informationen und Warnsignale für jede Form von terroristischen Anschlägen ignorieren oder verschweigen.

Wir fordern Gerechtigkeit und Unterstützung.

Dass das Leid der Familien ernst genommen wird. Dass durch Taten und nicht nur Worte oder Kränze gezeigt, ja bewiesen wird, dass dieser Anschlag und dass Rassismus und Rechtsextremismus in diesem Land nicht

geduldet, toleriert und akzeptiert werden.

Dass alles Erdenkliche dafür getan wird, den Familien weitere Sorgen zu ersparen und ihnen ihren zerrütteten Alltag und ihre Zukunft zu erleichtern, so gut es geht – psychosozial und finanziell.

Wir fordern ein angemessenes Erinnern.

Ein Denkmal an unsere neun Verlorenen – zentral – sichtbar und vor allem spürbar für alle. Die Thematisierung des rechtsextremen Attentats des 19. Februar 2020 und die Aufrechterhaltung der Erinnerung an sie in allen Bildungsinstitutionen.

Wir haben uns ein Versprechen gegeben: Nie zu vergessen und nie zu vergeben. Solange nicht lückenlos aufgeklärt wird, solange nicht endlich Konsequenzen gezogen werden und es Gerechtigkeit gibt, solange werden wir nicht aufhören zu kämpfen. Denn wer sich mit Hanau angelegt hat, hat sich mit der falschen Stadt angelegt. Wir werden keine Ruhe geben.

Alle Infos: https://19feb-hanau.org/2020/07/19/sechs-monate/

Sep
3
Do
Drittes FLT*I Treffen des AFLR @ Afföllerwiesen
Sep 3 um 18:00 – 22:00

Weil es die letzen Male so schön war, wollen wir auch im September wieder ein Treffen für FrauenLesben, Trans* und Interpersonen veranstalten!

Hast du Lust neue Menschen kennenzulernen und dich auszutauschen? Möchtest du andere Menschen aus der LGBTIQ-Community kennenlernen oder feministische Themen diskutieren? Möchtest du eine queere Punkband gründen und suchst noch Mitglieder?
Für all das und mehr treffen wir uns wieder ab 18.00 Uhr an den Afföllerwiesen in der Nähe des Baumstumpfes.

Bitte bring eine Sitzgelegenheit mit und was dich sonst noch glücklich macht (Getränke, Snacks, etc). Wir freuen uns auf euch! Es wird wieder tolle Live Musik von Kein Kind von Traurigkeit geben!

Veranstalter*innen: Autonomes FrauenLesben Referat

Okt
31
Sa
Konzert: Waving the Guns @ KFZ Marburg
Okt 31 um 19:30 – 23:30

WAVING THE GUNS
Marburg
31.10.2020
Kulturzentrum KFZ Marburg

19:30 Einlass
20:30 Beginn

Support: tba

Der Vorverkauf beginnt am Mittwoch, den 22.04. um 16:00 bei TixforGigs.

Nachdem die wortgewandte & talentierte Reisegruppe mit ihrem letzten Album „Das muss eine Demokratie aushalten können“ in 2019 eine sehr erfolgreiche Tour durch Österreich, die Schweiz und Schland bestritten hat und sich anschließend eine Livepause gegönnt hat, wird jetzt folgerichtig und angemessen nachgelegt. Eingespielt, tight und angriffslustig wird aufgespielt. Ein Konzert dieser Band reinigt deine Seele. Lang lebe WTG!

präsentiert von DIFFUS Magazin, Sea-Watch, Plastic Bomb Fanzine & True Rebel Store

Nov
11
Mi
Film: Frauen bildet Banden @ Capitol Filmkunsttheater
Nov 11 um 19:30 – 22:30

Frauen bildet Banden
Dokumentarfilm des FrauenLesbenFilcollectifs LasOtras zur feministischen Militanz der ’70er und ’80er Jahre in der BRD

Mittwoch, 01.04.2020
19:30 Uhr
Capitol Filmkunsttheater Marburg

Die “Rote Zora” war in den 1970er und 1980er Jahren eine feministische, militante FrauenLesbengruppe in der BRD, die aus dem Kontext der Revolutionären Zellen hervorgegangen ist. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit.
Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft.
Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemalige Zoras lassen die Geschichte der “Roten Zora” und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLEseben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnungen mit dieser Politik heute.
Der Film zeigt, dass viele Themen heute noch hoch aktuell sind, und bietet Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Weiter Infos: Las Otras, www.lasotras.de

Feb
23
Di
Konzert: Turbostaat @ KFZ Marburg
Feb 23 um 19:00 – 22:00

Aufgrund der aktuellen Lage wird das Konzert verschoben.
Karten behalten natürliche ihre Gültigkeit.

TURBOSTAAT
rattenlinie nord

NEUES DATUM!
23.02.2021 Marburg – KFZ
(verschoben vom 07.04.2020)

SUPPORT: die Apart

Einlass: 19:30h
Beginn: 20:30h