Termine

Jul
8
Mi
Vortrag: Hanau, Halle, NSU – Intersektionale Perspektiven auf rechten Terror @ Online
Jul 8 um 20:00 – 22:00

Hanau, Halle, NSU – Intersektionale Perspektiven auf rechten Terror

Nachdem am 19. Februar 2020 neun Menschen[i] bei einem rechten Terroranschlag in Hanau getötet wurden, gab es Entsetzen und Bekenntnisse gegen Rassismus. Der Anschlag in Hanau erfolgte fast genau ein halbes Jahr nach dem antisemitischen, rassistischen und antifeministischen Anschlag in Halle am  9.10.2019, bei dem zwei Menschen[ii] getötet wurden, aber eine wesentlich höhere Tötungsabsicht bestand. In späteren Berichterstattungen zu beiden Taten stand immer wieder die Einzeltäterthese zur Debatte. Geleugnet wurde dabei die historische Kontinuität weißer Vorherrschaft, wie sie sich aus dem Kolonialismus entwickelte und die Kontinuität antisemitischer und rassistischer Taten auch nach dem Nationalsozialismus. Nicht zuletzt am Umgang mit den Morden an neun Menschen [iii], die dem sogenannten NSU zum Opfer fielen, zeigt sich, wie rechter Terror, staatliche Strukturen, sowie die strukturelle Ignoranz und Empathielosigkeit als Ausdruck von Rassismus der gesellschaftlichen Mitte, zusammenkommen und einander bedingen.

Mitte März 2020 reagierte die deutsche Bundesregierung mit einem sog. „Lockdown“ um einer vorschnellen Ausbreitung der Pandemie vorzubeugen und die Anzahl der Menschen die an CoVid-19 erkranken, gering zu halten. Aktivist*innen und Journalist*innen wiesen früh auf den rassifizierten Bias hin, der sich nicht nur in der Vulnerabilität zeigt, sondern auch ein Echo im zentralen Umgang mit der Pandemie findet – ob es um Rassismus im Gesundheitssystem geht oder darum, wer wann von der Polizei angemahnt wird. Deutlich wird das auch am Umgang mit Geflüchteten: sowohl an Europas Außengrenzen, als auch in Heimen für Geflüchtete.

In dem Versuch einerseits über rechten Terror (der auch vor Corona keinen Halt macht) und seine Kontinuität zu sprechen und anderseits über die derzeitige Situation, in der wiederum marginalisierte Menschen zu jenen gehören, die die größten Nachteile haben, wendet sich dieser Online-Round-Table der Frage zu wie intersektionale Perspektiven auf rechten Terror in Zeiten von Corona aussehen. Wir fragen, wie sich rassistische Gewalt (auch von Seiten des Staates) durchzieht, wie sie sich durch Abschottung der Grenzen, durch alltägliche Übergriffe und die Produktion von frühzeitigen Toden (Gilmore), zeigt. Wir fragen, wie weibliche* Akteur*innen in diesen Machtgefügen situiert sind, wenn sie sowohl diejenigen sind, die ihre Körper riskieren, weil sie in ‚systemrelevanten‘ Berufen arbeiten, oder ‚homeschoolen‘, als auch von racial profiling und policing betroffen sind. Mithilfe intersektionaler Perspektiven möchten wir die Komplexität der aktuellen Situation erschließen, um Kontinuitäten herauszuarbeiten und strukturelle Gewaltkomplexe zu thematisieren.

 

[i]  Die Opfer von Hanau heißen: Ferhat Ünver, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nessar El Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu und Vili Viorel Păun. Auch die Mutter des Täters (Gabriele R.) war ein Opfer.
[ii] Die Opfer von Halle heißen: Jana L. und Kevin S.
[iii]    Die Opfer des sogenannten NSU heißen: Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşik und Halit Yozgat. Sie waren migrantische Kleinunternehmer. Auch Michelle Kiesewetter (eine Polizistin) wurde durch den NSU umgebracht.

Referierende

Ayşe Güleç, Matti Traußneck, Dr. Vanessa E. Thomsen

Veranstalter*innen

Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung

Teil der Interdisziplinären Ringvorlesung FRAUEN und MACHT, um den aktuellen Planungsstand einzusehen, welcher Vortrag wie stattfindet: https://www.uni-marburg.de/de/genderzukunft/veranstaltungen/ringvorlesung

⚠LIVESTREAM-ZUGANG: https://webconf.hrz.uni-marburg.de/c/den-2d6-tan

Jul
15
Mi
Offenes OHM Plenum @ Offenes Haus Marburg
Jul 15 um 17:00

Lust dich in einem selbstverwalteten Raum kreativ auszutoben?

Dann komm doch zum offenen Plenum ins “Offene Haus Marburg” kurz OHM (Hirschberg 17) jeden dritten Mittwoch
im Monat (17 Uhr)!!!

Das OHM, in der schönen Oberstadt gelegen, versteht sich als >Mitmach-Kulturprojekt<. Hier finden Workshops, kleine Konzerte, Pop-Up-Cafés und vieles mehr statt.

Euch erwartet ein kleines Kollektiv von Menschen aus verschiedenen sich im OHM treffenden Gruppen, ein wunderbarer Raum der wieder mehr genutzt und gestaltet werden will und viele Freiheiten sich einzubringen.

Wir freuen uns auf DICH!

Veranstalter*innen: Offenes Haus Marburg

Jul
30
Do
FLT*I Treffen – das Zweite @ Afföllerwiesen
Jul 30 um 18:30 – 22:00

Weil das letzte so schön war, wollen wir auch im Juli ein Treffen für FrauenLesben, Trans* und Interpersonen veranstalten!

Hast du Lust neue Menschen kennenzulernen und dich auszutauschen? Möchtest du andere Menschen aus der LGBTIQ-Community kennenlernen oder feministische Themen diskutieren? Möchtest du eine queere Punkband gründen und suchst noch Mitglieder?
Für all das und mehr treffen wir uns wieder um 18.30 Uhr an den Afföllerwiesen in der Nähe des Baumstumpfes.

Bitte bring eine Sitzgelegenheit mit und was dich sonst noch glücklich macht (Getränke, Snacks, etc). Wir freuen uns auf euch!

Veranstalter*innen: Autonomes FrauenLesben Referat Marburg

 

Aug
19
Mi
Offenes OHM Plenum @ Offenes Haus Marburg
Aug 19 um 17:00

Lust dich in einem selbstverwalteten Raum kreativ auszutoben?

Dann komm doch zum offenen Plenum ins “Offene Haus Marburg” kurz OHM (Hirschberg 17) jeden dritten Mittwoch
im Monat (17 Uhr)!!!

Das OHM, in der schönen Oberstadt gelegen, versteht sich als >Mitmach-Kulturprojekt<. Hier finden Workshops, kleine Konzerte, Pop-Up-Cafés und vieles mehr statt.

Euch erwartet ein kleines Kollektiv von Menschen aus verschiedenen sich im OHM treffenden Gruppen, ein wunderbarer Raum der wieder mehr genutzt und gestaltet werden will und viele Freiheiten sich einzubringen.

Wir freuen uns auf DICH!

Veranstalter*innen: Offenes Haus Marburg

Sep
16
Mi
Offenes OHM Plenum @ Offenes Haus Marburg
Sep 16 um 17:00

Lust dich in einem selbstverwalteten Raum kreativ auszutoben?

Dann komm doch zum offenen Plenum ins “Offene Haus Marburg” kurz OHM (Hirschberg 17) jeden dritten Mittwoch
im Monat (17 Uhr)!!!

Das OHM, in der schönen Oberstadt gelegen, versteht sich als >Mitmach-Kulturprojekt<. Hier finden Workshops, kleine Konzerte, Pop-Up-Cafés und vieles mehr statt.

Euch erwartet ein kleines Kollektiv von Menschen aus verschiedenen sich im OHM treffenden Gruppen, ein wunderbarer Raum der wieder mehr genutzt und gestaltet werden will und viele Freiheiten sich einzubringen.

Wir freuen uns auf DICH!

Veranstalter*innen: Offenes Haus Marburg

Okt
31
Sa
Konzert: Waving the Guns @ KFZ Marburg
Okt 31 um 19:30 – 23:30

WAVING THE GUNS
Marburg
31.10.2020
Kulturzentrum KFZ Marburg

19:30 Einlass
20:30 Beginn

Support: tba

Der Vorverkauf beginnt am Mittwoch, den 22.04. um 16:00 bei TixforGigs.

Nachdem die wortgewandte & talentierte Reisegruppe mit ihrem letzten Album „Das muss eine Demokratie aushalten können“ in 2019 eine sehr erfolgreiche Tour durch Österreich, die Schweiz und Schland bestritten hat und sich anschließend eine Livepause gegönnt hat, wird jetzt folgerichtig und angemessen nachgelegt. Eingespielt, tight und angriffslustig wird aufgespielt. Ein Konzert dieser Band reinigt deine Seele. Lang lebe WTG!

präsentiert von DIFFUS Magazin, Sea-Watch, Plastic Bomb Fanzine & True Rebel Store

Nov
11
Mi
Film: Frauen bildet Banden @ Capitol Filmkunsttheater
Nov 11 um 19:30 – 22:30

Frauen bildet Banden
Dokumentarfilm des FrauenLesbenFilcollectifs LasOtras zur feministischen Militanz der ’70er und ’80er Jahre in der BRD

Mittwoch, 01.04.2020
19:30 Uhr
Capitol Filmkunsttheater Marburg

Die “Rote Zora” war in den 1970er und 1980er Jahren eine feministische, militante FrauenLesbengruppe in der BRD, die aus dem Kontext der Revolutionären Zellen hervorgegangen ist. Zentral waren die Selbstermächtigung der FrauenLesben und der Bruch mit der zugeschriebenen Friedfertigkeit.
Ihre Aktivitäten richteten sich u.a. gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologien, Bevölkerungspolitik und internationale Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft.
Erzählungen von verschiedenen Zeitzeuginnen, Interviews mit einer Historikerin und ehemalige Zoras lassen die Geschichte der “Roten Zora” und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden. Historische Aufnahmen der Frauen- und Studentinnen*bewegung in der BRD bringen Erinnerungen an die damaligen Kämpfe zurück. FrauenLEseben aus anderen Ländern berichten über ihre Begegnungen mit dieser Politik heute.
Der Film zeigt, dass viele Themen heute noch hoch aktuell sind, und bietet Diskussionsstoff zum heutigen Umgang mit dieser Geschichte.

Weiter Infos: Las Otras, www.lasotras.de

Feb
23
Di
Konzert: Turbostaat @ KFZ Marburg
Feb 23 um 19:00 – 22:00

Aufgrund der aktuellen Lage wird das Konzert verschoben.
Karten behalten natürliche ihre Gültigkeit.

TURBOSTAAT
rattenlinie nord

NEUES DATUM!
23.02.2021 Marburg – KFZ
(verschoben vom 07.04.2020)

SUPPORT: die Apart

Einlass: 19:30h
Beginn: 20:30h