Termine

Dez
6
Fr
Vortrag: „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933 mit Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv) @ Rakete im Bettenhaus
Dez 6 um 19:00 – Dez 7 um 1:00
Vortrag: „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Die Rote Hilfe Deutschlands im antifaschistischen Widerstand ab 1933 mit Silke Makowski (Hans-Litten-Archiv)
Danach Barabend

Die Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war schon in der Weimarer Republik eine große linke Solidaritätsorganisation mit etwa einer Million Mitgliedern. Nach dem Verbot im Frühjahr 1933 arbeiteten viele RHD-AktivistInnen, darunter auch auffallend viele Frauen, in der Illegalität weiter – teils in losen Zusammenhängen, teils in gut vernetzten Gruppen. Die Rote Hilfe sammelte Spenden für die zahllosen KZ-Häftlinge und ihre Angehörigen, klärte mit Flugblättern und Zeitungen über den NS-Terror auf und brachte politisch Verfolgte heimlich über die Grenze ins Exil, wo die EmigrantInnen von den Auslandsbüros der RHD versorgt wurden.
Selbst nach der offiziellen Auflösung der Roten Hilfe Deutschlands im Jahr 1938 führten dezentrale Strukturen die Unterstützung für die Verfolgten fort.
Mit dem Vortrag soll der heute fast vergessene Widerstand der Roten Hilfe gegen den NS-Terror in Erinnerung gerufen werden.

Die Referentin ist Verfasserin der im September 2016 erschienenen Broschüre “‘Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!’ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933”, in der das Thema erstmals ausführlich behandelt wird.

Eine Veranstaltung der Roten Hilfe Marburg-Gießen in Kooperation mit dem Hans-Litten-Archiv und der Rakete.

Nach dem Vortrag wird es einen offenen Barabend geben!

Dez
7
Sa
30 Jahre Autonomes Schwulenreferat @ Trauma im G-Werk
Dez 7 um 17:00 – Dez 8 um 4:00

Liebe Alle*,

nachdem das Jahr 2019 nicht nur für uns überaus turbulent war, möchten wir euch anlässlich unseres 30-jährigen Bestehens einladen, mit uns zu feiern. Wir begehen das Jubiläum am 7. Dezember.

Den Beginn macht um 17 Uhr die “Vernissage” unserer Ausstellung historischer Originale aus über 30 Jahren Schwulenbewegung in Marburg. Um 19 Uhr laden wir zum Empfang: Neben spannenden und drögeren obligatorischen Redebeiträgen gibt’s Jubiläumssekt und unsere ebenso obligatorrischen tuntischen Performances. Spätestens ab 21:30 Uhr verwandeln wir Empfang und Show in eine Party.

Weil wir uns unsere Räume nicht nehmen lassen feiern wir an einem der letzten selbst-bestimmbaren Ort dieser Stadt: Dem Café Trauma im G-Werk. Gegen Gentrifizierung! Für Solidarität!
#Freiräumeverteidigen #afföllerretten #stopgentrifizierung

Dez
8
So
Solidarischer Sonntag @ BaariBar im G-Werk
Dez 8 um 14:00 – 16:00

Solidarischer Sonntag
Solidarity Sunday
Cолидарное Bоскресенье
Domingo Solidario

Gastgeber: FAU Marburg – Gießen – Wetzlar

Ärger mit Chef*in? Vermieter*in? Dem Arbeitsamt? Oder dem BAFöG-Amt?

Wir alle haben hin und wieder Probleme mit Einrichtungen oder Menschen, die Macht über uns haben. Häufig bedeutet das viel Bürokratie, viel Geduld, viel Wissen und viel Kraft haben zu müssen. Weil aber nicht jede*r von uns immer all das haben kann, glauben wir daran, dass es gemeinsam oft einfacher geht.
Deshalb lasst uns unseren ganzen Alltagsstress nicht weiter alleine erledigen!
Wenn Ihr Lust oder Bedarf an Hilfe durch solidarische Selbsthilfe habt, kommt zum solidarischen Sonntag und bringt gerne eure Ideen & Wünsche ein! Wir sind keine Expert*innen oder Anwält*innen, haben aber persönliche Erfahrungen in verschiedenen Bereichen. Wir haben den Ansporn, uns mit euren Problemen auseinanderzusetzen und gemeinsam mit euch Lösungen zu finden.

Daher findet ab dem 16. Juni, in der Regel am 2. Sonntag eines Monats um 14 Uhr der „Solidarische Sonntag“ im Trauma statt.
Es werden stets je eine Person von „Marburg Solidarisch“ und der Basisgewerkschaft „FAU Marburg – Gießen – Wetzlar“ da sein.
Bis dann!

Dez
10
Di
Filmvorführung und Diskussion “Jud Süß” @ Hörsaal 01H01 PhilFak
Dez 10 um 20:00 – 22:00

Der Film “Jud Süß” (1940) zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten NS-Propagandafilmen. In enger Zusammenarbeit mit Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schuf der Regisseur Veit Harlan einen Spielfilm, in dem Unterhaltung und antisemitische Propaganda miteinander verschmelzen. Die historische Vorlage des Filmes bildet die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimers (1698-1738), eines “Hofjuden” am Hof des Herzogs Karl Alexander von Württemberg, der nach dem Tod des Herzogs infolge antisemitischer Anfeindungen hingerichtet wurde. Dieser literarisch vielfach bearbeitete Stoff wird von Harlan und Goebbels herangezogen, um antisemitische Vorurteile und Stereotype affirmativ darzustellen und das antisemitische Ressentiment im Publikum zu schüren.
Jenseits seiner Relevanz für das Verständnis des NS-Antisemitismus bietet der Film noch immer Anschauungsmaterial für die Subtilität, mit der antisemitische Stereotype und Vorurteile oftmals vorgetragen werden. Der Film wird von einem kurzen Vortrag des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Jochen Strobel (Marburg) eingeleitet. Nach der Filmvorführung wird es eine Diskussion geben.

Die Veranstaltung findet in Hörsaal 01H01 in der Philosophischen Fakultät, Wilhelm Röpke Straße 6, statt.

Veranstalter*innen: Junges Forum DIG Mittelhessen

Vortrag ‘Make Rojava green again!’ @ Café am Grün
Dez 10 um 20:30

Vortrag über die ökologische Perspektive der Revolution in Kurdistan. In dem Vortrag wollen wir zum einen auf ökologische Projekte in Rojava, Nordsyrien eingehen. Zum anderen wollen wir diskutieren, welche Perspektiven die Revolution in Rojava für die Klimagerechtigkeitsbewegung auch hier bieten kann.

 

Dez
11
Mi
Marburg für Rojava – Offenes Bündnistreffen @ Ort: Siehe Beschreibung
Dez 11 um 18:00

Offenes Bündnistreffen der Kurdistan Soli Marburg

Wo?
Am 20.11 und 27.11 im DGB Haus (Bahnhofsstraße 6)
Am 4.12 und 11.12 in der Rakete im Bettenhaus (Emil-Mannkopfstraße 6)

Wann? Mittwochs, 18:00 Uhr

Liebe Alle,

wir befinden uns inmitten aufwühlender Tage. Der Angriffskrieg auf #Rojava dauert unvermindert an, von der türkischen Armee und ihren islamistischen Söldnern werden Kriegsverbrechen begangen. Gleichzeitig leisten die SyrianDemocraticForces (#SDF) und breite Teile der Bevölkerung großen Widerstand und versuchen alles um den Krieg zu beenden.

Hunderttausende sind in den vergangen Wochen weltweit auf die Straßen gegangen, haben türkische Airlines, Brücken oder Kriegsindustrie blockiert, um zu zeigen: “Beendet den türkischen Angriffskrieg oder wir legen die Welt lahm!” Ein großer Teil der kurdischen Bewegung geht diesen Weg schon ein lebenlang. In den Tagen seit dem 9. Oktober, erleben wir einen neuen Bewegungsmoment, in welchem Menschen neu oder wieder aufstehen und ihre Solidarität praktisch zum Ausdruck bringen. Diese große Dynamik hat sich auch in #Marburg gezeigt, wo innerhalb kurzer Zeit über 1.000 Menschen auf die Straße gegangen sind.

Wir laden deswegen zu einem nächsten offenen Treffen ein, um mit den verschiedenen Gruppen und Bewegungen in Marburg zusammen kommen und die nächsten Aktionen zu organisieren.

Aufrufe und Ideen gibt es schon eine ganze Menge, vgl. https://twitter.com/r4r_Deutschland von RiseUp4Rojava oder eine Städtepartnerschaft wie in Frankfurt: https://frankfurt-kobane.com/

Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam unseren Teil dazu beitragen, den Krieg zu stoppen! Werdet selbst Teil des Widerstands – let’s #Riseup4Rojava!

Solidarische Grüße,
Kurdistan Soli Marburg

P.S.: Wenn ihr am Mittwoch nicht könnt, aber weiter dran bleiben wollt, meldet euch direkt unter: rojava-aktionsbuendnis-mr@lists.riseup.net

Für alle Telegram-Nutzer hier der Link zum Info-Kanal von RiseUp4Rojava: t.me/riseup4rojava

Dez
12
Do
25 Jahre Schrottgrenze • Illegale Farben @ Trauma im G-Werk
Dez 12 um 20:00 – 23:45

~~~ 25 Jahre Schrottgrenze ~~~
[Indie-Pop / Queer-Pop]

+ Support

12.12.19 / Doors 20:00 / Beginn 21:00 / Kein VVK / AK 12,00 € /

Schrottgrenze

› Zwischen Rockfestivalbühnen und Dragshow. Zwischen Punkrockgitarren und eingängigen Popmelodien. Zwischen kleinen Alltagsgeschichten und unmissverständlichen Statements. Überall bewegt sich die Hamburger Band Schrottgrenze, auch mit ihrem neuen Album Alles zerpflücken: „Somewhere in Between.

Was wird hier zerpflückt? In erster Linie die verdammte Heteronormativität. Hier werden von Anfang an keine Gefangenen gemacht und Sänger Alexander Tsitsigias stellt sich gleich als „kräftige Schwester“ Saskia Lavaux in einem politischen Körper vor.

Rückblick: Mit dem viel beachteten Schrottgrenze-Comeback-Album Glitzer auf Beton öffnete die bereits 1994 gegründete Band 2017 ein neues Kapitel. Denn es war nicht nur ein Comeback nach sieben Jahren Pause, sondern auch das erste Album nach dem späten Coming Out von Sänger Alex. Von nun an bearbeiteten Schrottgrenze ein überraschend unbearbeitetes Feld in der Indieszene: Queere Themen.

Alles zerpflücken setzt genau dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat – und geht dabei noch einen bedeutenden Schritt weiter. Denn Alles zerpflücken ist einen Schritt weiter und will Fragen aufwerfen. Dekonstruieren, oder Zerpflücken eben. Fragen gestellt werden nach kritischer Männlichkeit, Geschlechterrollen, Freiräumen, Rassismus und Antisemitismus. So heißt es in Traurige Träume: „Wie der Humanismus hier zerfällt/Und wenn diese Welt /Wirklich zerfällt/hilft dir auch kein Beten und kein nach unten treten.“ Keine Frage, Alles zerpflücken ist das bisher politischste und wütendste Album der Band. Klare Standpunkte ohne einfache Parolen. ‹
tapete records

Hören: https://schrottgrenze.bandcamp.com/
Sehen: https://www.youtube.com/watch?v=PlWvKnDvfSo

Illegale Farben
[Punk I Indie I NDW]

Hören: https://rookierecords.bandcamp.com/album/grau-2
Sehen: https://www.youtube.com/watch?v=BYphe8oHZTA

Präsentiert durch: taz, OxFanzine, ByteFM, livegigs, DIFFUS Magazin

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Wir freuen uns auf euch!

All the best,
be:seventeen ♥

B17 hat kein Bock auf Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homo-/Transphobie – so stay nice, kids!

Dez
14
Sa
Trinken Mit Linken II: Kneipenabend @ Trauma (BaariBar) im G-Werk
Dez 14 um 21:00

Trinken mit Linken II: Kneipenabend in der BaariBar (Trauma).

Dez
16
Mo
Gaza und seine Zivilgesellschaft @ Hörsaalgebäude (Raum +1/0120)
Dez 16 um 19:00 – 22:00

Über das Leben der Araber in Gaza gibt es nur wenig positives zu berichten. 52 % der Bevölkerung sind arbeitslos und haben trotz guter Ausbildung selten eine Chance auf eine positive Zukunft. Die Kinder werden schon in jungen Jahren mit antisemitischer Propaganda für den bewaffneten Kampf gegen Israel indoktriniert. Verantwortlich für diese Indoktrination ist die 1987 gegründete Hamas, die eine zweigleisige Strategie verfolgt. Es wird sowohl der bewaffnete Kampf gegen Juden propagiert und mittels Selbstmordattentaten praktisch ausgeführt, als auch soziale Projekte aufgebaut und infiltriert. 2006 gewann die Hamas die Wahlen in Gaza und übt seit dem dort brutal die Macht aus. Infolge dessen gab es mehrere Kriege, entführte Israelis und Raketen auf Zivilisten in Israel.
Ein Teil der sozialen Strategie ist die Organisation von jährlichen Sommercamps. In diesen Camps sollen aus Kindern und Jugendlichen Soldaten gemacht werden. Diese Camps sind nicht ausschließlich deshalb gut besucht, sondern weil dort auch ganz normale Aktivitäten stattfinden wie Computer- und Malkurse.
Beim sogenannten „Match of return“ im April 2018, der anfänglich als einfach Demonstration geplant und dann von der Hamas gekapert wurde, liefen tausende Menschen mit. Kinder wurden dort nicht nur als Schutzschilde gegen die israelischen Soldaten benutzt, sondern sogar dazu angehalten Steine und Brandbomben zu werfen. Von außen betrachtet wirkt es häufig so als wäre die Gesellschaft in dem Küstenstreifen vollständig einverstanden mit der Hamas und zutiefst antisemitisch.
Eine Gruppe von jungen Menschen hat sich als „Gaza Youth Committee“ zusammengeschlossen und versucht Kindern und Jugendlichen innerhalb dieser Verhältnisse eine Perspektive zu ermöglichen. Diese jungen Menschen riskieren ihr Leben. Einige von ihnen wurden bereits festgenommen und gefoltert. Ihre Straftat ist die „Normalisierung mit den Zionisten“, weil sie einen offenen Austausch mit Israelis wollen. Eines ihrer Angebote ist das Programm „Skype with your enemy“. Dabei werden Gespräche mit Israelis geführt. Diese sollen zu einem besseren Verständnis für einander führen. Des Weiteren sind die Mitglieder des GYC in Schulen und unterrichten Kinder und Jugendlichen.

Die Referentin Anja Stanitzek konfrontiert im Vortrag die gängigen Vorurteilen über die Menschen in Gaza mit einem Einblick in das Alltagsleben.

Veranstalter*innen: Junges Forum DIG Mittelhessen

Dez
18
Mi
Afföller selber machen! @ Trauma im G-Werk
Dez 18 um 18:00 – 21:00

Afföller selber machen!
Vorbereitungstreffen zur Bürger*innenversammlung

Mittwoch, 18.12., 18 Uhr
Trauma im G-Werk / Marburg (Afföllerwiesen 3a, 35039 Marburg)

Auf unseren Druck hin, zuletzt mit der Aktionskundgebung: Afföller retten – Privatisierung stoppen!, hat die Stadtverordnetenversammlung der Universitätsstadt Marburg am Freitag, den 22.11., der Durchführung einer Bürger*inneversammlung zugestimmt.

Zweck dieser Bürger*innenversammlun ist die “Schaffung von Transparenz bezüglich des Stands des Verfahrens und existierender Planungen”. Darüber hinaus sollen “die Bürger*innen die Gelegenheit bekommen, über die Haltung des Magistrats zur Privatisierung von öffentlichem Eigentum an Grund und Boden informiert zu werden und Alternativen zu diskutieren” (zitiert aus dem Antragstext).
Nachdem die Die Marburger SPD auf ihrem jüngsten Parteitag ebenfalls unterstützt durch unsere Bündnisarbeit den Stopp des Verkaufs beschlossen hat, ist nun vollkommen offen wie es weitergeht. Eins ist sicher: So wie es ist, kann es nicht bleiben!

Es liegen bereits zahlreiche Alternativvorschläge auf dem Tisch u.a. ein Neubau des Hessisches Landestheater Marburg, ein queeres Zentrum, ein Jugendzentrum, ein Haus der Nachhaltigkeit, ein Mobilitätsknoten, und, und und.

Wir wollen uns bei dem Treffen “Afföller selber machen!” auf die Bürger*innenversammlung vorbereiten. Wir wollen zusammen mit den Menschen, die am Afföller leben und arbeiten und allen interessierten Bürger*innen Marburgs Vorschläge zur alternativen Nutzung des Geländes ausarbeiten.

Unsere Ziele bleiben die gleichen wie zu Beginn:

1. Kein Verkauf des #Afföller! ✔️
2. Demokratische Entwicklung in öffentlicher Hand!
3. #Privatisierungsstopp für #Marburg!

Kommt vorbei und macht mit: Gemeinsam “Afföller selber machen!”