Globaler Antisemitismus: Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne

Wann:
19/11/2019 um 19:30 – 21:00
2019-11-19T19:30:00+01:00
2019-11-19T21:00:00+01:00
Wo:
Jüdische Gemeinde Marburg

Globaler Antisemitismus – Eine Spurensuche in den Abgründen der Moderne

Politische Reihe: Vortrags- und Diskussionsabend
Termin: Dienstag 19. November 2019, 19:30 Uhr
Referent: Prof. Dr. Samuel Salzborn, Berlin/Gießen
Moderation: Jochen Schmidt, hr
Ort: Synagoge, Liebigstraße 21a

Seit den islamistischen Terroranschlägen von 9/11 ist weltweit eine Ausweitung und Radikalisierung von Antisemitismus festzustellen – jenseits alter Abgrenzungen zwischen den politischen Spektren. Antisemitismus ist zur globalen Integrationsideologie von Islamisten, Neonazis, Globalisierungsfeinden und Antiimperialisten geworden. Deren Hauptfeindbild heute: Israel. Samuel Salzborn analysiert diese Entwicklung, ihre historischen und theoretischen Hintergründe und plädiert für einen neuen Universalismus, der zur Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Antisemitismus weltweit werden kann.

Prof. Dr. Samuel Salzborn ist Gastprofessor für Antisemitismusforschung am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin und apl. Professor für Politikwissenschaft am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. Senior Fellow am Centre for Analysis of the Radical Right (CARR). Geb. 1977 in Hannover, Studium der Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Rechtswissenschaft (Uni Hannover), Promotion (Uni Köln) und Habilitation (Uni Gießen) in Politikwissenschaft.
Leiter einer Nachwuchsforschungsgruppe zum NSU-Prozess (gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung) und eines Forschungsprojektes zur “Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands im Nationalsozialismus” (gefördert von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung).
Im Dezember 2015 ausgezeichnet mit dem Preis der Stiftungsrates der Uni Göttingen in der Kategorie “Wissenschaft und Öffentlichkeit” für den “vorbildlichen Transfer aktueller wissenschaftlicher Themen in eine breite Öffentlichkeit”.