Filmvorführung und Diskussion “Jud Süß”

Wann:
10/12/2019 um 20:00 – 22:00
2019-12-10T20:00:00+01:00
2019-12-10T22:00:00+01:00
Wo:
Hörsaal 01H01 PhilFak

Der Film “Jud Süß” (1940) zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten NS-Propagandafilmen. In enger Zusammenarbeit mit Reichspropagandaminister Joseph Goebbels schuf der Regisseur Veit Harlan einen Spielfilm, in dem Unterhaltung und antisemitische Propaganda miteinander verschmelzen. Die historische Vorlage des Filmes bildet die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimers (1698-1738), eines “Hofjuden” am Hof des Herzogs Karl Alexander von Württemberg, der nach dem Tod des Herzogs infolge antisemitischer Anfeindungen hingerichtet wurde. Dieser literarisch vielfach bearbeitete Stoff wird von Harlan und Goebbels herangezogen, um antisemitische Vorurteile und Stereotype affirmativ darzustellen und das antisemitische Ressentiment im Publikum zu schüren.
Jenseits seiner Relevanz für das Verständnis des NS-Antisemitismus bietet der Film noch immer Anschauungsmaterial für die Subtilität, mit der antisemitische Stereotype und Vorurteile oftmals vorgetragen werden. Der Film wird von einem kurzen Vortrag des Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Jochen Strobel (Marburg) eingeleitet. Nach der Filmvorführung wird es eine Diskussion geben.

Die Veranstaltung findet in Hörsaal 01H01 in der Philosophischen Fakultät, Wilhelm Röpke Straße 6, statt.

Veranstalter*innen: Junges Forum DIG Mittelhessen